Pflegeregress Frühjahr 2018

Was bedeutet das für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegepersonal?

Es wurde viel diskutiert in letzter Zeit und doch herrscht große Unsicherheit. Für wen wird es denn 2018 besser? Ist das wirklich so, dass im Jahr 2018 die Pflegeheime aus allen Nähten platzen, weil wir unsere pflegebedürftigen Angehörigen abgeben können und das ohne Konsequenzen? Laut der Zeitschrift Pflegenetz Ausgabe 01/18 werden 84% der pflegebedürftigen Österreicher zu Hause gepflegt, 16 % in Pflegeheimen. Entweder durch pflegende Angehörige, Sozialsprengel, 24 h Pflege oder in Alltagsgestaltung unterstützt durch Heimhelferinnen.

Natürlich wünschen sich die Menschen, zu Hause,- in den eigenen vier Wänden betreut zu werden. Wenn die Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist, erst dann kommt das Wohn- und Pflegeheim in Frage. Geht ein Klient ins Heim, ist es unsere Aufgabe, ein gutes Gefühl sowie Sicherheit zu geben, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Dies alles gelingt nur wenn Angehörige, Ärzte, Pflegende und Bewohner zusammenarbeiten.            

In einem Pflegeheim wird es immer wichtiger, Angehörige im tgl. Ablauf miteinzubeziehen indem sie Spaziergänge unternehmen, Karten spielen, auch mal an einem mürrischen Tag einfach da zu sein. Sich Zeit nehmen, zuhören das ersetzt so manches Medikament. In der Zeit von „Dr. Google“ glaubt jeder zu wissen,“ Was? Wann? Wie?“ zu tun ist.  Eigendiagnose und Therapievorschlag steht ja alles im Internet, was wissen schon die Pflegepersonen?

Doch wo bleibt die Menschlichkeit, die Empathie. Ich habe oft das Gefühl, es geht gar nicht nur um den Bewohner, die Angehörigen sorgen sich und möchten informiert werden. Genau da ist Professionelle Pflege ebenso wichtig. Im Allgemeinen wird dies „Advance Nurse Practice“ genannt; ein Beruf der sich stetig durch Ausbildungen, Seminare weiterentwickelt. Im Wohn- und Pflegeheim Wildschönau findet ihr viele unterschiedliche Berufsgruppen, von Dipl. Krankenpfleger/ innen, Dipl. Sozialbetreuer/ innen, Pflegeassistenten/ innen, Pflegefachassistenten/ innen, Heimhelfer/ innen, Reinigungskräften, Wäschereimitarbeiter/innen und Küchenpersonal, alle sind ein Teil dieser professionellen Pflege, sei es für ein persönliches Gespräch, ein frisch gereinigter Raum, einen sauberen Lieblingspullover oder ein Teller richtiger Suppe vom Koch persönlich serviert.

 

Wenn es der Seele gut geht, der Körper aktiv und schmerzfrei ist, dann ist der Geist gefordert. “ Fast wia Dahoam! „

PA Manuela Moser

Das könnte Dich auch interessieren …